
Eine der häufigsten Fragen im Sport- und Trainingsalltag: Soll ich vor dem Training dehnen, danach – oder beides? Die Antwort hängt vom Ziel und der Art der Dehnung ab.
Vor dem Training eignet sich dynamisches, bewegtes Dehnen – etwa Ausfallschritte oder Armkreisen. Es bereitet Muskeln und Gelenke auf Belastung vor, ohne die Kraftleistung zu mindern.
Statisches, gehaltenes Dehnen ist eher für nach dem Training geeignet. Es kann helfen, die Beweglichkeit langfristig zu verbessern und die Muskulatur zu entspannen.
Ein sinnvoll aufgebautes Aufwärm- und Dehnprogramm senkt das Verletzungsrisiko und unterstützt die Regeneration. Bei bestehenden Beschwerden oder nach Verletzungen lohnt sich eine individuelle Abstimmung mit Ihrer Physiotherapeutin oder Ihrem Physiotherapeuten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder direkt an uns.
Schädlich nicht, aber oft kontraproduktiv: Längeres statisches Dehnen unmittelbar vor einer Kraft- oder Sprintbelastung kann die Leistung kurzfristig mindern. Vor dem Training ist dynamisches, bewegtes Dehnen die bessere Wahl.
Für statisches Dehnen nach dem Training sind etwa 20 bis 30 Sekunden pro Position üblich, zwei bis drei Durchgänge. Entscheidend ist ein deutliches, aber schmerzfreies Dehngefühl – nicht die maximale Amplitude.
Nach heutigem Kenntnisstand kaum. Muskelkater entsteht durch kleinste Muskelfaserreizungen, die sich durch Dehnen nicht verhindern lassen. Was hilft: Belastung schrittweise steigern statt sprunghaft.
Nicht auf eigene Faust. Bei frischen Muskelverletzungen kann Dehnen den Heilungsverlauf stören. Lassen Sie die Belastbarkeit erst abklären – in der Sportphysiotherapie stimmen wir das Programm auf den Heilungsstand ab.
Wir beraten Sie gerne persönlich.
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